Höhenflüge und Abstürze – Lektionen aus Asien
Manche Marken erleben steile Erfolge, aber auch bittere Rückschläge. Die Historie von Beyerdynamic in Asien ist ein Beispiel dafür – und in vielen Aspekten eine Schulbuchvorlage, wie man es besser nicht macht.
Der Fall Beyerdynamic in China
2016 ging Beyerdynamic eine Partnerschaft mit EAD Digital (Guangzhou) Ltd. ein, die exklusiv das TG1000-Funksystem in China vertreiben sollte. Gleichzeitig wurde Frank Li als Managing Director für Großchina ernannt – ein Schritt, der die strategische Bedeutung des Marktes verdeutlichen sollte.
➡️ Quelle: Pro Audio Central
Doch dieser Wechsel hatte einen Preis: Der langjährige Distributor, der die Marke in China erfolgreich aufgebaut hatte, wurde kaltgestellt. Die Folge: Die eigenen Vermarktungsversuche blieben deutlich hinter den bisherigen Erfolgen zurück.
ULTRASONE hat eine ähnliche Erfahrung in den USA gemacht – und zieht daraus klare Lehren.
Die ULTRASONE-Strategie: Langfristige Partnerschaften
Wir bleiben dabei: Märkte außerhalb Europas erschließen wir ausschließlich über langjährige, motivierte und gut vernetzte Partner.
In Japan hat uns diese Strategie bereits langfristigen Erfolg gesichert.
In China ist ULTRASONE derzeit auf dem besten Weg, die Heilbronner Konkurrenz zu überflügeln.
Auf der Messe in Shanghai war unser Stand deutlich besser besucht – ein Zeichen für das starke Renomée von ULTRASONE in Asien.
Meine Meinung dazu
Es selbst besser machen zu wollen, ist nicht immer der bessere Weg. Beyerdynamic zeigt in China eindrücklich, welche Risiken das birgt – und viele andere Marken haben ähnliche Erfahrungen machen müssen.
Mit dem richtigen Partner vor Ort und einer landesspezifischen Produktstrategie ist der Erfolg dagegen gut planbar. Entscheidend bleibt aber die regelmäßige Präsenz im Markt, um die Marke weiterzuentwickeln und nah an den Kunden zu bleiben.
Volldampf voraus also für ULTRASONE in Asien – und die Kunden in Europa profitieren gleichermaßen, wenn Trends des asiatischen Audiomarkts frühzeitig auch hier umgesetzt werden.

