Focal und der Weg in die Welt der High-End-Kopfhörer
Als Focal, der französische Spezialist für High-End-Lautsprecher, seine ersten Schritte in den Kopfhörermarkt wagte, war klar: Hier wollte jemand nicht einfach „auch Kopfhörer“ bauen, sondern Maßstäbe setzen. Vor ihrem Einstieg haben sie sich intensiv mit den damals innovativsten Marken beschäftigt – unter anderem auch mit ULTRASONE, was bis hin zu konkreten Kaufgesprächen führte.
Von den ersten Gehversuchen zu High-End-Ikonen
Die ersten Modelle von Focal waren eher unscheinbar. Doch schnell fanden die Franzosen ihre Richtung: Hochwertige Premium-Kopfhörer mit einem klaren Bezug zu ihrer Lautsprecher-DNA. Ein Alleinstellungsmerkmal: Focal entwickelt und fertigt seine Treiber selbst. Das ist in der Kopfhörerbranche ungewöhnlich und brachte Modelle hervor, die dank exklusiver Materialien wie Beryllium in den Fokus rückten.
Nicht nur die Technik, auch die Verarbeitung setzte neue Standards: Leder, Aluminium oder gar Karbonfasern machten die Hörer edel und eigenständig. Verpackung und Zubehör waren so hochwertig, dass sie fast an unsere legendäre ULTRASONE edition 7 limited (2004) erinnerten – jenes Modell, das den Begriff „Luxuskopfhörer“ überhaupt erst geprägt hat.
Stärken und Schwächen
Focal ist heute zweifellos als ernstzunehmender Kopfhörerhersteller etabliert. Klang, Materialien und Auftritt überzeugen. Gleichzeitig waren die Designlinien der Modelle oft nur schwer voneinander abzugrenzen, was Preisunterschiede weniger nachvollziehbar machte. In Erinnerung bleiben vor allem zwei Begriffe: Beryllium und Utopia.
Meine Meinung
Focal hat den Markt bereichert – keine Frage. Aber auch sie sind nicht frei von Marketing-getriebenen Entscheidungen. Beryllium beispielsweise macht im Lautsprecherbereich große Fortschritte, im Kopfhörer aber deutlich weniger. Titan dagegen – seit Jahrzehnten unser Material der Wahl – bietet hier nach wie vor Vorteile in Balance, Gewicht und Klangneutralität.
Wir bei ULTRASONE haben in den letzten Jahren mit vielen Membranmaterialien experimentiert – von Naturfasern über Keramik bis hin zu Glas. Am Ende gilt für uns ein einziges Kriterium: Verbessert es den Klang? Nur dann setzen wir es ein.
Darum bleiben wir auch im High-End-Segment bei unserer GTC-Technologie: einer Gold-Titan-Compound-Membran, die gezielt dort verstärkt wird, wo es akustisch Sinn ergibt. Alles andere ist für uns Spielerei.
👉 Am besten hören Sie selbst: Die Unterschiede sind klar erlebbar.

